Motorbootrennsport von "A"bis"Z"
A  Antrieb: Bei Innenbord-Motoren gibt es die klassische Propellerwelle.
       Der Motor sitzt etwa in der Bootsmitte und treibt eine lange Welle, die
       im leichten Winkel durch den Bootsboden bis zum Propeller hinter
       dem Heck läuft. Weitere Möglichkeiten: "Z"-und "Jet"-Antrieb
       Außenborder: Ein Außenborder ist nach Defination im UIM-Reglement
       eine Einheit, die man mit wenigen Handgriffen vom Boot abbauen
       kann und die dann, ggf. nach Anschluss eines Tanks, selbstständig
       laufen kann. Das Spektrum reicht vom 128 ccm Ein-Zylindermotor bis
       zum 3 Liter V8-Motor.
B  Bootstypen: Dreikantfeilen, Dreipunkter, Katamaran, Proprider
       Bartusek, Mario - "Chefschrauber" beim MEBATO-Racing-Team
C  Circuit-Racing: (Rundstreckenrennen)
       Die UIM unterscheidet zwischen "Circuit"-und "Offshore Racing".
       Rundstreckenrennen werden auf Flüssen, Seen oder Häfen gefahren,
       dabei geht es gegen den Uhrzeigersinn um mindestens zwei Bojen.
       Mittlerweile gibt es aber auch Rennstrecken (insbesondere bei der 
       Formel 1), die bei sechs bis acht Bojen auch ein oder zwei Rechts-
       kurven eingebaut haben.
D  Dreikantfeile: (engl.:"monohull")
        Ein Bootstyp, der speziell in den Tourenbootklassen gefahren wird,
        manchmal auch im Offshore-Bereich.
       Dreipunkter: (engl.:"kneeler", allgemein auch "hydro")
        Ein Bootstyp, der fast nur in kleinen Rennbootklassen und in der
        Klasse "Formel R 1000" gefahren wird.
E  "E" ist im Reglement der Klassenbuchstabe für die Serie der Inbord-
       Sportboote. Die Klassen innerhalb dieser Serie sind durch Anfügen
       der Hubraunobergrenze gekennzeichnet, z.B.: "E:2000" sind Inbord-
       Sportboote mit 1501-2000 ccm Hubraum.
F  Formel-Klassen: In bestimmten Klassen werden Welt-oder Europa-
       meisterschaften in einer Serie von Rennen in verschiedenen Ländern,
       ausgefahren. Statt der normalen Klassenbezeichnung wird dann der
       Begriff "Formel" verwendet. Es gibt derzeit u.a.:
       - Formel 1: Weltmeisterschaft mit Rennmotoren bis 3100 ccm
       - Formel 2: Europameisterschaft mit Rennmotoren bis 2050 ccm
       - Formel 3: Weltmeisterschaft mit Rennmotoren bis 850 ccm
       - Formel 250: Europameisterschaft mit Rennmotoren bis 250 ccm
       - Formel 500: Europameisterschaft mit Rennmotoren bis 500 ccm
       - Formel R 1000: Europameisterschaft mit Motoren bis 1020 ccm
      Flaggensignale: Bedeutung der Signale:
      - Rot -    Stopp, höchste Gefahr auf der Strecke, Rennabbruch !!!!!!!
      - Gelb-   Gefahr auf der Strecke
      - Schwarz +Startnummer - Rennende für diese Startnummer
      - Grün-   Alle Boote sind zum Start bereit
      - Schwarz-Weiß kariert -  Ziel
      - Rot-Weiß kariert (Boje) -  Makierung der Sicherheitszone
      - Orange und Gelb (Boje) -  Wendemakierungen
    
I  Innenborder: Bei Rundstreckenrennen werden zwar überwiegend
      Bootsklassen mit Außenbordmotoren gefahren, aber es gibt Klassen
      mit eingebauten Motoren, z.B. aktuell in Deutschland die "Formel-
      R 1000". Bootstyp ist der Dreipunkter.
J  Jetty-Start: Gebräuchlichste Startform bei Binnen-Rennen. Die Boote
      liegen am Steg und dürfen bis 30 Sekunden vor dem Start die Motoren
      warm laufen lassen. Dann kommt die rote Ampel und erst bei Ver-
      löschen des Rotlichts dürfen die Motoren wieder gestartet werden und
      die Boote los fahren.
K  Katamaran: (engl.:"tunnel hull")
       Ein Bootstyp, der in allen Formel-Klassen(außer FR-1000) gefahren
       wird, daneben auch in anderen, meist großen Hubraumklassen sowie
       im Offshore-Bereich.
      Klassen: Innerhalb einer Serie werden nach dem Hubraum Klassen
       gebildet, deren Boote dann gegeneinander antreten.
O "O": Ist im Reglement der Buchstabe für die Serie der Außenbord-
      Rennboote. Die Klassen innerhalb dieser Serie sind durch Anfügen der
      Hubraumobergrenze gekennzeichnet, z.B.:"O:350" sind Außenbord-
      Rennboote mit 251-350 ccm Hubraum.
     Offshore-Rennen: Sind Rennen, die auf dem offenen Meer gefahren
      werden (in Deutschland eher selten).
P Propeller: Beim Rennboot noch wichtiger als die Reifen beim Rennauto.
     Rennpropeller sind aus Edelstahl oder einer Bronzelegierung, damit die
     "Blätter"-zur Verringerung des Wasserwiderstandes- möglichst dünn
     sein können. Im Unterschied zu "Schiffsschrauben" sind die Blätter
     nicht löffelförmig, sondern auf der Rückseite gerade abgeschnitten.
     Rennpropeller können zwei, drei oder vier Blätter haben, bei Offshore
     sind es sogar fünf.
     Proprider:(allgemein auch "hydro")
     Ein Bootstyp, der heutzutage nur noch in den Rennbootklassen bis
     500 ccm gefahren werden
R "R" ist im Reglement der Buchstabe für die Serie der Inbord-
      Rennboote. Die Klassen innerhalb dieser Serie sind durch Anfügen der
      Hubraumobergrenze gekennzeichnet, z.B. "R-1000" sind Inbord-
      Rennboote mit bis zu 1000 ccm ("Wartburg" bis zu 1020 ccm).
S  "S" ist im Reglement der Buchstabe für die Serie der Außenbord-
      Sportboote. Die Klasse innerhalb dieser Serie sind durch Anfügen der
      Hubraumobergrenze gekennzeichnet, z.B. "S:550" sind Außenbord-
      Sportboote mit 351-550 ccm Hubraum.
      Schlauchboote: Für Schlauchboote gibt es eigene Klassen (Serie,
      Buchstabe:"P"). Teilweise werden herkömmliche Schlauchboote, teil-
      weise spezielle Katamarane gefahren. In Deutschland aber derzeit
      nicht üblich.
      Serie: Eine Gruppe von Booten gleicher Bauart, für die im Rennen die
      gleichen Vorschriften gelten. Jede Serie wird unterteilt in Klassen.
T  "T" ist in Reglement der Buchstabe für die Serie der Tourenboote. Es
      handelt sich hierbei um "Dreikantfeilen" mit Außenbordmotor. Die
      Klassen innerhalb dieser Serie sind durch Anfügen der Hubraumober-
      grenze gekennzeichnet, z.B. "T-550" sind Tourenboote mit 351-550
      ccm Hubraum. In Deutschland ist dieses eine Jugend-Einsteigerklasse.
      Turtle-Test: Übung, bei der die Fahrer lernen, sich aus einem Sicher-
      heitscockpit unter Wasser loszuschnallen und zu befreien. Muss
      jährlich wiederholt werden.
U UIM: Union Internationale Motonautique, der Weltdachverband des
      Motorbootrennsports. Er gibt die verbindlichen Regeln für diesen
      Sport heraus. Website der UIM: www.uimpowerboating.com
      Unlimited: Unbegrenzte Bootsklasse, die nur in den USA gefahren
      wird. Von der Bootsform her sind es Dreipunkter, sie werden aber
      nicht von einem normalen Motor mit Propeller angetrieben, sondern
      unmittelbar von einer (Flugzeug-) Turbine. Bekanntestes Exemplar
      ist die sehr erfolgreiche "Miss Budweiser".
Z  Z-Antrieb: Der Motor sitzt im Heck, die Welle läuft zuerst durch den
      "Spiegel", wird nach unten umgelenkt und in einem, dem Außerborder
      ähnlichen Unterwasserteil wieder nach hinten (Z-Form).
     

      -wird  fortgesetzt bzw. ergänzt !!!-